Biolandhof Steidle Deggenhausertal

Der Biolandhof Steidle liegt in Obersiggingen, im Deggenhausertal. Der Betrieb wird ausschließlich nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet und gehört seit Januar 2001 dem Bioland-Verband an.
Schon seit einhundert Jahren führt Familie Steidle über mehrere Generationen hinweg das Gasthaus “Zum Sternen” als Familienbetrieb. Es liegt auf der gleichen Hofstätte wie der landwirtschaftliche Betrieb.

Auf dem Hof lebt und arbeitet Familie Steidle mit ihren zwei Kindern.

Die Betriebsschwerpunkte liegen bei der Mutterkuhhaltung mit etwa 40 Limousin-Rindern, dem Acker- und dem Mostobstbau. Insgesamt werden 50 ha Acker- und Grünland bewirtschaftet und 6 ha für den Mostobstbau genutzt.

Die Mutterkuhherde bewegt sich entweder frei im Offenstall oder im Sommer auf den hofnahen Weiden. Für den Nachwuchs sorgt ein Bulle. Die Kälbchen wachsen zusammen mit ihrer Mutter auf und haben jederzeit die Möglichkeit Muttermilch zu trinken und mit Gleichaltrigen herumzutollen.

Neben der Mutterkuhhaltung verfügt der Betrieb über eine Schweinemast, in der ca. 30 Tiere im Offenstall gehalten werden. Die Schweine können zwischen verschiedenen Aufenthaltsorten wählen: Ferkelkiste, überdachter Futterbereich, befestigte Lauffläche und Suhlbereich bei Sonnenschein.
Fleisch und Wurst der Rinder und Schweine werden über das hauseigene Gasthaus “Zum Sternen” vermarktet oder auf Bestellung portioniert und vakuumverpackt an die Kunden per Abholung verkauft.

Auf den Äckern werden neben Getreide (s.u.) verschiedene Kleegrasmischungen zur Fütterung der Tiere angebaut. Die Winterfuttergewinnung von Silage und Heu erfolgt von den Grünflächen.
Für das “Linzgau-Korn”, einem regionalen Partnerprojekt, bei dem sich über 10 landwirtschaftliche Betriebe, eine Mühle und einige Bäckereien zusammengeschlossen haben, erfolgt je nach Bedarf der Bäckereien der Anbau von Dinkel, Weizen, Einkorn, u.a. Dieses Getreide wird von den Projektpartnern gemahlen und zu Brot verarbeitet.

Darüber hinaus wird alljährlich ein Feld mit Blumen zum Selbstpflücken und Kürbispflanzen angelegt. Die verschiedenen Kürbisse können dann im Herbst am Straßenstand gekauft werden.

Die vielen Streuobstbäume und die Mostobstanlagen liefern die Grundlage für einen weiteren Produktionsschwerpunkt, die Brennerei. Dort werden Edelbrände und sogenannte „Geister“ aus Äpfeln, Mirabellen und Zwetschgen hergestellt. Selbstverständlich ist auch eigener naturtrüber Bioland Apfelsaft im Sortiment zu finden.

Mit Photovoltaik-Anlagen wird Solarstrom produziert und somit zur Reduzierung der CO2-Menge beigetragen. Außerdem ist eine Hackschnitzelanlage in Betrieb. Dafür wird das Holz aus der Waldwirtschaft und der Landschaftspflege gewonnen.

Neben den o.g. Tieren leben auf dem Hof 20 Hennen, ein Pony, bretonische Zwergschafe, drei Ziegen und Katzen. Im Sommer brüten auf dem Hofgelände einige Schwalbenpärchen.

Kontakt

Melanie und Norbert Steidle
Biolandhof Steidle
Lellwanger Straße 3
88693 Deggenhausertal-Obersiggingen

T: 07555/920313
F: 07555/9203-99

steidle@t-online.de
www.biolandhof-steidle.de

Projekte und Themen

  • Hofbegehung, Vorstellung der Arbeiten auf dem Betrieb und der Arbeiten im Jahresverlauf
  • „Was bedeutet ökologischer Landbau?, Was heißt Bioland?“ – Unterschiede von konventionellem und ökologischem Anbau?
  • Tierhaltung, Tierbeobachtung und Tiere füttern
  • Vom Kalb zur Kuh: Die Entwicklungsstufen
  • Ohrmarken und Rinderpass – was sagen sie über das Tier aus?
  • „Was bedeutet Mutterkuhhaltung?“
  • Buttern – „Wir stellen Butter selbst her.“ (auf Anfrage)
  • Verschiedene Berechnungen vor Ort (Fassungsvermögens eines Wasserfasses, Flächenberechnungen und vorheriges Abstecken einer Weidefläche)
  • Futterzusammensetzung, -bestimmung, Zusammenstellung einer Futterration
  • Unterscheidung von Gras, Heu, Stroh und Silage, Konservierung und Lagerung des Futters
  • Rund ums Getreide
  • Feldbegehung: Wiese, Weide, Acker (in Hofnähe); Unterscheidung von Wiese und Weide
  • Mähen mit der Sense (auf Anfrage)
  • Moderne Landtechnik: Landwirtschaftliche Maschinen und ihre Funktionsweisen
  • Von der Blüte bis zum Apfel (jahresbegleitendes Projekt auf Anfrage),
  • Obstweiterverarbeitung
  • Brennereiführung, Destillation, Vergärungstechniken (Projekt für Oberstufen)
  • Direktvermarktung
 

Organisation

Angebote für…Schulen: alle Klassenstufen
Kindergärten
Teilnehmerzahl:Klassenstärke, auch kleinere Gruppen ab 5 Personen
Dauer des Hofbesuches:3 – 4 Stunden
Ablauf:Nach Absprache mit der Landwirtin / dem Landwirt
Bevorzugte Jahreszeit: Frühjahr bis Herbst
Durchführung auch bei schlechtem Wetter möglich?Ja
Besuch der Landwirtin/ des Landwirts in der Schule möglich?Ja, nach Absprache
Vesperbezug vom Hof möglich? Ja, mit Verkostung von hofeigenen Produkten
Wiederholter Besuch auf dem Betrieb möglich?Ja, bei den Themen: Wiese, Apfel, Getreideanbau. Auch sind Projekttage nach Absprache möglich.

Anmeldezeitraum vor dem Hofbesuch:

 6 Wochen
Anmerkungen:
Die genaue Zielsetzung des Besuches, Gruppengröße und Anzahl der Begleitpersonen sollten vorab mit der Landwirtin/ dem Landwirt besprochen werden.
Eine unterrichtliche Vor- und Nachbereitung des Hofbesuches ist erwünscht.
Zur ergänzenden Unterstützung eines Themas (z.B. Milch, Fleisch, Getreide, Obst,…) kann auf Wunsch eine Referentin für Bewusste Kinderernährung (BeKi) in die Schule eingeladen werden.

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Bushaltestelle vor Ort in Obersiggingen (Schulbuslinie: Markdorf)
  • Zug bis Markdorf, Bus bis Obersiggingen (keine häufige Verbindung)

Sonstiges

  • Spielfläche vorhanden
  • Urlaub auf dem Bauernhof in Gästezimmern und 4 Ferienhäuschen. Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in einer wunderschönen Landschaft und der Nähe zum Bodensee.