Hof Höllwangen e.G. Überlingen

Auf dem Hof Höllwangen leben derzeit zehn Personen in drei Generationen. Neben 2 Familien sind auf dem Betrieb 2 Gesellen und Lehrlinge beschäftigt. Außerdem werden Praktikumsplätze für Schüler und Schülerinnen von bis zu vier Wochen angeboten. Seit 1.1.2008 wird der Betrieb in Gemeinschaft mit einem anderen Landwirt geführt, in einer GbR. Die Bewirtschaftung des Hofes erfolgt biologisch-dynamisch, nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes.
Der Hof Höllwangen ist ein typischer landwirtschaftlicher Gemischtbetrieb. Die Betriebsschwerpunkte liegen auf dem Anbau von Feldgemüse und der Haltung von Milchkühen sowie deren Nachzucht. Darüber hinaus wird Acker- und Obstbau betrieben.
Das vielfältige Gemüseangebot umfasst z.B. jeweils fünf verschiedene Sorten von Kartoffeln, Zwiebeln und Kürbissen, außerdem Möhren, Rote Beete, Blumenkohl und Brokkoli. Außerdem gibt es Feingemüse, wie Fenchel, Sellerie, Radieschen, verschiedene Blattsalate, Bohnen, Erbsen etc. und auch verschiedene Kräuter. Der Feingemüseanbau verlangt sehr viel Pflege und Handarbeit.
Die 50 Milchkühe und deren Nachzucht leben im Boxenlaufstall mit Stroheinstreu oder auf den Sommerweiden in Hofnähe. Die Kälber sind entweder in Kälberiglus oder zu kleinen Gruppen im Stall untergebracht. Die Milch wird an die Molkerei Bergpracht in Tettnang Siggenweiler geliefert. Gedeckt werden Kühe und Rinder vom hofeigenen Bullen. Neben der Rindviehhaltung sind noch weitere Tiere auf dem Betrieb zu finden: Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner, Katzen und ein Hund. Immer wieder brüten auch Rauchschwalben im Stall und in einem Nistkasten versteckt sich oft eine Schleiereule.
Insgesamt findet eine Bewirtschaftung von 50 ha Grünland und 70 ha Ackerland statt. Der Futtergetreideanbau für die Tiere umfasst Roggen, Gerste, Weizen, Hafer und Triticale. Auch wird Ackerfutter wie Erbsen, Kleegrasmischungen und Luzerne gesät und geerntet. Durch eine ausgewogenen Fruchtfolge, den abwechselnden Anbau von Kartoffeln, Getreide, Ackerfutter und Feldgemüse, wird eine Förderung der Bodenfruchtbarkeit erreicht und damit eine nachhaltige Bewirtschaftung gesichert.
Seit einiger Zeit finden im Rahmen des Demeter Saatgut-Projektes der Anbau alter regionaler Brotgetreidesorten statt, die vom Graf Keyserlink-Institut in Salem gezüchtet werden: Weizen, Dinkel und Roggen.
Der Obstbau umfasst über 500 Hochstammbäume verschiedener Sorten – von Äpfeln über Kirschen bis hin zu Quitten und Zwetschgen. Sie prägen das Landschaftsbild um den Hof und sind fester Bestandteil der Kulturlandschaft geworden. Außerdem gibt es eine kleine Imkerei mit drei Bienenvölkern, die vor allem von den blütenreichen Wiesen und Streuobstbeständen profitieren. Darüber hinaus wird auch noch etwas Forstwirtschaft betrieben.
Im kleinen Hofladen werden die eigenen Produkte vermarktet.
Zur Gewinnung von Strom und Warmwasser ist auf den Dächern eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Kontakt

Marije Walinga- Niedermann
Hof Höllwangen GbR
Höllwangen 15
88662 Überlingen

T: 07551/834940
M: 0174/9085603
F: 07551/8349429

info@hoellwangen.de
www.hof-hoellwangen.de

Projekte und Themen

  • Hofbegehung und Vorstellung der Arbeiten auf dem Betrieb im Jahresverlauf
  • Landschaftsbetrachtung und Landschaftswahrnehmung mit Aufgaben
  • „Was bedeutet biologisch-dynamischer Land- und Gemüsebau?, Was heißt Demeter?“
  • Unterschiede von konventionellem und ökologischem Anbau
  • Tierhaltung, Tierbeobachtung, Tiere füttern und Tierkontakt
  • Vom Kalb zur Kuh
  • Ohrmarken und Rinderpass – was sagen sie über das Tier aus?
  • Rund um die Milch u.a. auch Melktechnik,…
  • Zusammenstellung einer Futterration
  • Unterscheidung von Gras, Heu, Stroh und Silage; Konservierung und Lagerung des Futters
  • Grünlandnutzung: Unterschied zwischen Wiese und Weide?
  • Feldbegehung: Wiese, Weide, Acker (in Hofnähe)
  • Rund ums Getreide
  • Bedeutung der Erhaltung seltener Getreidesorten
  • Rund um die Kartoffel: Stecken und Ernten (Kartoffelblüte und Kartoffelkäfer)
  • Gemüse /Obst: Ernte und Zubereitung
  • Kräuter: Ernte und Verwendung
  • Pflege eines Waldrandes. „Was bedeutet naturnahe Waldwirtschaft?“
  • Landwirtschaftliche Maschinen und ihre Funktionsweisen; Einsatz im Gemüseanbau
  • Direktvermarktung: Verkauf im Hofladen

Organisation

Angebote für…Schulen ab Klasse 4
Kindergärten und Klasse 1–3 auf Anfrage
andere Gruppen, z.B. Familientreffs, Betriebsausflüge,…
Teilnehmerzahl:Klassenstärke, auch kleinere Gruppen ab 5 Personen
Dauer des Hofbesuches:ca. 1,5 – 4 Stunden
Ablauf:Nach Absprache mit der Landwirtin / dem Landwirt
Bevorzugte Jahreszeit:März – November
Durchführung auch bei schlechtem Wetter möglich?Ja
Besuch der Landwirtin/ des Landwirts in der Schule möglich?Ja, nach Absprache
Vesperbezug vom Hof möglich?Ja, mit Verkostung von Produkten aus dem Hofladen
Wiederholter Besuch auf dem Betrieb möglich?Ja, auch die Durchführung von Projekttagen ist möglich
Anmeldezeitraum vor dem Hofbesuch:2 Wochen (mind. 3 – 4 Wochen bei Projekten)
Anmerkungen:
Die genaue Zielsetzung des Besuches, Gruppengröße und Anzahl der Begleitpersonen sollten vorab mit der Landwirtin/ dem Landwirt besprochen werden.
Eine unterrichtliche Vor- und Nachbereitung des Hofbesuches ist erwünscht.
Zur ergänzenden Unterstützung eines Themas (z.B. Milch, Fleisch, Getreide, Obst,…) kann auf Wunsch eine Referentin für Bewusste Kinderernährung (BeKi)

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Vom Bahnhof Überlingen-Mitte sind es ca. 5 km zum Hof
  • Schulbus von Überlingen, Bushaltestelle in Hofnähe (Haltestelle Brachenreute), ca. 500m vom Hof entfernt
  • Alle zwei Stunden Anruf-Sammeltaxi direkt zum Hof möglich

Sonstiges